Ein Karmann Ghia mit einem Eriba Puck – das ist doch die perfekte Verbindung

Schon seit einigen Jahren war ich immer wieder begeistert, wenn ich auf einem Treffen einen VW Karmann Ghia mit einem kleinen Anhänger im Schlepptau gesehen habe.

Irgendwann reifte dann der Wunsch auch einen kleinen Wohnanhänger zu besitzen um damit auf Treffen zu fahren und auch mal eine oder zwei Nächte darin zu verbringen. Modell und Ideen gab es einige – von Klapp-Wohnwagen wie dem Scholz Brüderchen oder gar dem Piccolino eines Kollegen südlich von Stuttgart.

Nein, es sollte was solides sein, mit dem „Mann“ auch bei Wind und Wetter geschützt ist -> für die kleine Gewichtsklasse kam nur ein Eriba Puck aus den 60er Jahren in Frage. Mit rund 270kg hinter dem Karmann Ghia mit 44 PS die richtige Wahl. Jedoch sind sie meist zu teuer oder total am Ende. Also Zeit lassen und immer wieder ein angebotenes Modell anschauen.

Dann wurde ein 66er Model mit neuem Tüv angeboten – seit 25 Jahren in Besitz. Leider in Bremen, aber was macht man nicht alles. Also früh am Morgen ging es für meinen Sohn und mich los und das gute Stück anschauen.IMG_8461

 

Unter dem Dach eines Carport stand der Kleine… und gefiel uns auf Anhieb. Also klingeln gehen und besichtigen…. Älteres Paar welches ihn seit langem genutzt hat aber einfach im Alter etwas bequemeres suchte. Dies waren die ersten Bilder die uns per Mail erreichten:

 

 

 

Die Bilder zeigten „unseren“ Puck beim letzten Sommerurlaub in Südfrankreich – alles funktionierte und war vorhanden. Nur am hinteren Fenster sei der Gummi etwas undicht – so die Aussage vor Ort.

 

Besichtigung lief gut – man wurde sich einig. Das Paar trennte sich mit Tränen in den Augen von ihrem kleinen Puck und dieser wurde nun an das viel zu moderne Auto angehängt.

 

 

Und dann ging es mit 80km/h wieder zurück in den Süden…. und dass dauert bei der Geschwindigkeit recht lange……  🙂 Es kam uns doppelt so lange vor wie der Hinweg am frühen Morgen.

 

Leider erwischte uns etwa 5 Km vor der Heimat noch ein Regenschauer – aber die vorbereitete Garage wartete bereits….

IMG_8475.JPGAm nächsten Morgen stand er dann schon halb abgetrocknet in der Garage und wartete auf seinen neuen Lebensabschnitt.

Es kamen während des ganzen Tages zum Besichtigungsprogramm: die ganze Familie und viele Freunde, die unsere neues Gefährt „probesitzen“ wollten.

Und dann das wichtigste Highlight am Nachmittag – die Zusammenstellung unseres Gespanns – so geht es ab 2019 auf Tour.

IMG_8484.jpgViele Nachbarn kamen vorbei, die gesehen hatten daß wir ein neues tolles Gefährt in unserer Einfahrt geparkt haben. Und die Begeisterung war riesengroß – und viele wussten auch gleich eine Geschichte dazu zu erzählen.

 

 

Die Idee war bis dahin, die alten Stoffe und Polster zu tauschen und die morschen Dichtungen and den Fenstern zu tauschen. Bis zum kommenden Frühling war ja noch ein bischen Zeit….

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Als erstes wurde der eingeklebte Teppichboden entfernt…. igitt igitt… und die Schaumstoffpolster entnommen.

Unter dem Teppich der originale PVC Boden – dieser war jedoch beim Streichen der Möbel nicht abgeklebt worden und war total mit Farbe vollgespritzt.

Also kleine Lösung und nur den Laufweg neu? Oder grosse Lösung und den PVC erneuern?? Es gibt keine kleinen Lösungen….IMG_8557.JPG

 

Ergebnis der Diskussion:  der Bodenbelag wird komplett erneuert. Sind ja nur ein paar Möbelchen zum Ausbauen, ist ja gleich erledigt.

 

Also fingen wir an die einzelen Teile auseinanderzuschrauben. Die Bretter wurden markiert, damit wir später wieder die richten Teile zusammenfinden. Die Schrauben erhalten jeweils beschriftete Tütchen, damit auch hier alles richtig läuft.

Allen Kleinkram raus und dann demontierenIMG_8891.JPG

Der Gilb der letzten 50 Jahre kam immer mehr hervor…  Es war sicherlich die bessere Lösung einiges neu zu machen als die Erlebnisse, Gerüche und Kleintierchen der letzten 50 Jahre Urlaub weiterhin so zu lassen.

 

IMG_8895.JPGDer hintere Teil ist leer… An der Rückwand ist etwas Feuchtigkeitseintritt zu spüren. Der Boden ist Trocken und fest – allerdings sieht man viele Feuchtigkeitsflecken. Der Rand ist etwas dunkel und ausgefranzt.

 

IMG_8850.JPG Der Gummi des hinteren Ausstellfensters ist zwar spröde – aber da ist noch mehr nicht so ganz taufrisch wie ih beim Zerlegen feststellen darf.

 

Ab geht es – weiter Platz zu schaffen um den Boden herauszubekommen – nun muss die Küche entfernt werden. Sind ja nur ein paar Schrauben – haha

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Die Möbel und Beschläge sollten sowieso einmal überholt werden – zwar funktioniert alles aber manches ist schon losgelöst und abgenutzt. Und es soll ja wieder alles in Schuss sein für unsere erst Ausfahrt.

 

 

 

Bilder von allen Details machen vor der Demontage, da der Himmel neu muss. Die darunter liegende Schaumstoffschicht hat sich aufgelöst und den Himmel fleckig eingefärbt.

Einige Nähte haben sich gelöst – aber bis dahin noch eine kleine Baustelle für jemanden mit geübten „Sattler-Händen“. Hier wurde vom Vorbesitzer mit Panzertape gearbeitet – kann man manchen – sieht aber nicht so toll aus…

 

Aber das grösster Thema stand noch am Heck unterhalb des Fensters an – erstmal alle Details im Foto festhalten und dann geht es an die Demontage.

 

 

Alle Kleinteile werden vorsichtig demontiert (weiss nicht ob es überhaupt noch Ersatz gibt)  und dann die originale Innenhülle vorsichtig abgelöst

 

 

Juhuuu – da war das Problem schon deutlich: Nicht der Gummi war leicht spröde, der ganze Fensterrahmen war durchgefault und das Styorpor darunter schimmelig. Da hatte sich die Feuchtigkeit über längere Zeit einen Weg gesucht und wohl auch gefunden.

 

Also die nächste Entscheidung : => Grossbaustelle – die gesamte Bespannung kommt weg und das alte Styropor raus. Sonst wird es nichts Halbes und nichts Ganzes werden.

 

 

Die Scharniere des Fensters links und rechts lösen und dann den Rahmen komplett loschrauben.

Während das Fenster vorne, sowie die beiden links und rechts ganz einfach zum Rausdrücken sind, muss hier der gesamte Alurahmen gelöst werden. Leider ist alles festgerostet und manches Zerbröselt …. und der Holzrahmen sowieso…

 

 

Gute Entscheidung – da ist nichts mehr zu retten – vorsichtig ausbauen damit es noch als Vorlage dienen kann für unseren Neubau.IMG_9094.JPG

 

Dann wird dies Seite gewechselt und die Front wird bearbeitet.

 

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Vorne einmal entkernen – Innenfolie runter, Styropor raus und alle Reste entfernen. Hier hält sich der Gammel in Grenzen. Nur minmale Rostschäden zu finden.

 

Der kleine Eriba Puck wird immer leerer, der Mülleimer immer voller 🙂 Aber so ist es immer bei den „kleinen“ Restaurationen.

 

Lese mich zwischenzeitlich durch ganz viele Blogs und Restaurationsberichte und bin erstaunt wieviel Arbeit sich alle Leidensgenossen schon gemacht haben und was wohl alles noch vor mir liegt.

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Bei mir kommen nun alle Styroporreste runter und die ganzen Klebepflatscher, die über die ganzen Wänder verteilt sind, werden entfernt, damit die zukünftige Isolierung eine plane Ebene hat.IMG_9134.JPGDann muss der Boden entfernt werden – ist zwar mit Schrauben statt mit Nieten befestigt, die sind jedoch soooooo rostig dass sich keine einzige mehr davon entfernen lässt.

Ich weiss dass sich im Hintergrund alles mögliche stappelt – aber alles in einer normalen Garage über die Bühne zu bringen ist nicht ganz so einfach – ständig alles von links nach rechts stapeln. Deshalb bitte grosszügig darüber hinweg sehen.

 

Und ich erschrecke… der Boden besteht aus einer knapp 9mm starken Sperrholzplatte – sonst aus überhaupt gar nichts….

Grosses Staunen….

Das Gestell hat zwar ein bischen Oberflächenrost, aber bisher nichts gravierendes gefunden.IMG_9137IMG_9138Geschafft – der ganze Boden ist entfernt und alles Stellen gut ersichtlich. Ein kleines Loch konnte ich schon finden. Kommt bestimmt noch ein weites dazu. Hoffe es aber irgendwie nicht…

 

Die kommenden Wochen werden die Schleifmaschine und ich Freunde werden bevor es an den Wiederaufbau geht.

 

Fortsetzung folgt…

 

Freue mich über eure Kommentare, Hinweise sonstigen Meinungen.

viele Grüsse

eurer Osti

Tour de Austria 🇦🇹 – die Ländletour

Unsere beiden Karmannfans Bea und Andy aus Österreich hatten zur ersten Tour durch ihr Ländle eingeladen

Die Vorbereitungen bei den Teilnehmern lief auf Hochtouren – die Fahrzeuge wurden gecheckt und gefühlt eine Tonne Ersatzteile und Werkzeug mitgenommen

Die zum Teil weite Anreise der Teilnehmer erfolgt meist über mehrere Etappen

Ankunft der ersten beim Orgateam

Am nächsten Morgen starteten die nächsten Teams aus allen Ecken

Während sich die ersten bereits am Wolfgangsee bei bestem Wetter trafen

Für alle Teilnehmer gab es das obligatorische Teilnehmertütchen – auch für Paul

Der Parkplatz füllte sich…

Der erste Tag ging los – herrliche Landschaft – Berge und Seen erste Rast am Gmunder Berg mit Blick auf den Traunsee

Weiter ging es bis an quer durchs Ländle bis an den Mondsee – dort war Mittagspause

mit Bootsfahrt

Am Abend zurück im Hotel waren die Teilnehmer gut drauf und schrieben ihre Erlebnisse für unseren Blog ganz detailliert auf

Und Julie erfreute ins noch mit ein paar netten Impressionen des Tages

Schön dass es auch die Pannen geplagten Teams am Abend bis ins Hotel schaften Vielen Dank euch und weiterhin viel Spaß im Ländle

Oldtimer-Treffen am Bodensee – 30jähriges Jubiläum des MSC Sernatingen

Am dritten Augustwochenende fand in Bodmann Ludwigshafen das jährliche Treffen des MSC Sernatingen direkt am Bodensee statt.

Die ersten Karmanfans fanden sich schon ab Sieben Uhr 🕖 direkt am Ufer ein.

Die ersten Mutigen nahmen schon ein Bad im doch recht frischen Bodensee…

und andere frühstückten erstmal gemütlich vor Ort….

langsam füllte sich der Platz und immer mehr Teilnehmer trafen ein

über dem Treffen flog extra der Zeppelin für uns 😉 – war wie immer vom MSC Sernatingen organisiert

Nach jahrelanger Restauration konnten wir diesen wunderschönen Typ 34 von Stefan bewundern – ist toll geworden 👍👍👍 In einer der kommenden Oldtimer Markt wird das Fahrzeug ganz im Detail beschrieben – wir freuen uns schon drauf.

 

viele viele Karmann Ghias hatten sich vor Ort eingefunden – hier ein paar ImpressionenUnd unsere Monika hatte neben ihrem Karmann Ghia noch ein wunderschönes und seltenes Schmuckstück  – ein herausnehmbares Autoradio – rausziehen und ab an den Strand damitSuper schön und auch super selten – Glückwunsch zu dem schönen Teil.

 

Insgesamt hatten wir 19 VW Karmann Ghia vor Ort – super schön mit so vielen Karmannfans ein tolles Treffen über das Wochenende zu besuchen

Und dann so direkt am Bodensee parken:  einfach herrlich – vorne Oldtimer und dahinter gleich ab ins Wasser zum Baden..

👍👍👍wunderbar 👍👍👍

Am Tag wurde gebadet und geplaudert

Bevor es zum Höhepunkt des Tages kam – unser „Diner en blanc“ direkt am Strand 🏝

Wunderbare Stimmung am Strand…

Traumhafte Stimmung und eine einmalige Kulisse am Bodensee mit den Karmannfans…

Dann kam eine (!!!) Wolke ☁️ und brachte Regen 🌧

Die Wolke entleerte sich rund eine Stunde lang und bewegte sich keinen Zentimeter weiter – warum nur ????

Tat der Stimmung lange Zeit keinen Abbruch

Aber irgendwann waren wir alle total durchnässt und brachen den Abend ab. Alles wurde weggepackt und wir gingen uns trockene Sachen anziehen.

 

Das Wetter wurde besser und es kam doch noch zum geplanten Feuerwerk auf dem See

Wunderschönes Feuerwerk  – direkt vom Boot aus und mit herrlichen Spielereien am Himmel – tolle Aktion des MSC für das Oldtimertreffen.

 

Und dann wurde noch die ganze Nacht zu toller Live-Musik getanzt und das ganze nasse Wetter war wieder vergessen….

Was ein toller Tag in Sernatingen 👍👍 Ein schönes Treffen mit sovielen tollen Momenten und einem tollen Karmannfans-Team – eines der schönsten Treffen überhaupt.

Der Sonntag startete ganz entspannt bei Sonnenschein

Ein besonderes Augenmerk war der Picolino am Platz mit den süßen kleinen Details

Echt goldig – und wird immer noch neu gebaut…

 

Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen endete dieses Wochenende für uns und wir fuhren alle nach und nach wieder nach Hause.

Ein schönes Wochenende beim Msc Sernatingen am Bodensee – wir bedanken uns, dass wir dabei sein durften. Tolle Vorbereitung, tolles Treffen und eine super Organisation vor Ort. Wir kommen ganz bestimmt wieder👍👍